Das wünscht sich die Branche für das Gastrojahr 2022

Oliver Borner – 06. Januar 2022
Nach einem schwierigen Jahr für die Gastronomie hegt die Branche für 2022 grosse Hoffnungen. Das GastroJournal hat bei verschiedenen Branchenzweigen nachgefragt, was sie sich für das neue Jahr wünschen.

2021 war für die Schweizer Gastronomie ein weiteres schwieriges Jahr. Die Coronapandemie bestimmte zum zweiten Mal in Folge das Geschehen in der Branche. Sie bescherte ihr zuerst einen langen Lockdown, der erst im Mai vollständig aufgehoben wurde. Im Herbst kamen mit den steigenden Fallzahlen und der Omikron-Variante neue Massnahmen in Form von 2G und 2G+ hinzu, welche die Branche bis heute beeinträchtigen. Kein Wunder also, dass die Branche für das Jahr 2022 viele Hoffnungen hegt. Das GastroJournal hat bei verschiedenen Persönlichkeiten aus der Branche nachgefragt, was sie sich für das neue Jahr wünschen.

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Andreas Seiler ist Präsident des Foodtruck-Verbands Schweiz. (Bild: zVg)

Andreas Seiler, Präsident Foodtruck-Verband Schweiz

Nach einem auch für uns sehr schwierigen Jahr, das einer Achterbahnfahrt glich, hoffe ich, dass es 2022 wieder aufwärts geht. Die Monate August und September 2021 haben gezeigt, dass es auch während der Pandemie Lichtblicke für die Foodtrucks und Catering gibt. Aus diesem Grund wünsche ich mir, dass die Foodtruck-Saison in diesem Jahr länger ausfällt als im vergangenen Jahr, als aufgrund der Einschränkungen nur zwei Monate Hochbetrieb herrschte. Wichtig wäre für uns, dass im Sommer und Herbst wieder Grossveranstaltungen stattfinden können, damit die Branche voll durchstarten kann. Es ist klar, dass das Coronavirus dabei leider weiterhin eine entscheidende Rolle spielen wird und wir wenig Einfluss auf die Situation haben werden. Dennoch sind ich und der Vorstand optimistisch, dass 2022 ein gutes Jahr für die Branche wird.

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Bruno Lustenberger ist Präsident von GastroAargau. (Bild: GastroSuisse)

Bruno Lustenberger, Vorstandsmitglied GastroSuisse und Präsident GastroAargau

Das Jahr 2021 brachte ein weiteres Mal viele Herausforderungen für die Gastronomiebranche. Der Lockdown und die Massnahmen haben die Betriebe hart getroffen und viele an den Rand des Ruins gebracht. Ich wünsche mir daher für das Jahr 2022, dass die Betriebe in absehbarer Zeit wieder zu einer angemessenen Normalität zurückkehren und ohne Einschränkungen arbeiten können. Wichtig ist mir dabei, dass alle Wirtinnen und Wirte inklusive ihrer Mitarbeitenden gesund bleiben und das beste aus der aktuellen Situation machen.

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Alexander Bücheli von der Schweizer Bar- und Clubkommission (SBCK). (Bild: zVg)

Alexander Bücheli, Schweizer Bar- und Clubkommission (SBCK)

2021 war für die Bar- und Clubszene ein sehr schwieriges Jahr. Aufgrund der vielen sich stetig ändernden Coronamassnahmen war ein normaler Betrieb in den Clubs kaum möglich. Nur im Sommer konnte die Branche mehr oder weniger normal arbeiten und den Gästen ein Erlebnis bieten. Mit den Verschärfungen im Herbst wurden diese Fortschritte wieder zunichte gemacht. Die Politik verhängte mit der 2G+-Regel praktisch ein Berufsverbot für Bar- und Clubbesitzer. Die Gästezahlen brachen in der Folge drastisch ein und bescherten der Szene einen katastrophalen Spätherbst. Ich wünsche mir für das neue Jahr daher endlich eine klare Covid-Strategie des Bundes mit einem verlässlichen Ausstiegsszenario für die Bar- und Clubbranche.

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Michel Péclard betreibt mehrere Restaurants in Zürich und am rechten Zürichseeufer. (Bild: zVg)

Michel Péclard, Gastrounternehmer in Zürich

Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass die Gastronomie in der Stadt Zürich auch 2022 so gross und prachtvoll aufgestellt sein wird wie im vergangenen Jahr. Die Terrassen waren eine grosse Bereicherung für die Betriebe und die Gäste und werteten das Bild der Stadt Zürich insbesondere in den Sommermonaten auf. Aus meiner Sicht ist es daher wichtig, dass die Stadt den Betrieben auch 2022 eine ausgedehnte Aussenbestuhlung ermöglicht. Weiter wünsche ich mir natürlich, dass alle Wirtinnen und Wirte einigermassen normal arbeiten können und gesund bleiben.