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Bücher für die Zukunft

Natalie Schluep – 19. Juli 2019
Die Hotelfachschule Belvoirpark konnte ihre hausinterne Bibliothek mit 64 Kochbücher aus dem diesjährigen «swiss gourmetbook award» erweitern.

Hans Brunner, Vorsitzender des «swiss gourmetbook awards», hat die 64 eingereichten Bücher nun gemeinsam mit den Fachjurymitgliedern Peter E. Weisskopf und Claire Barell der Hotelfachschule Belvoirpark in Zürich übergeben. «Bücher sollte man nicht einfach entsorgen, nur weil es heutzutage einfacher scheint Dr. Google zu fragen», so Anton Pfefferle, Vizedirektor des Belvoirparks. Qualitativ hochstehenden Quellen solle man Sorge tragen. Die Studierenden der Hotelfachschule Belvoirpark haben nicht nur den freien Zugang zu modernen Kochbücher, die hausinterne Bibliothek beherbergt auch einige Raritäten aus früheren Jahrhunderten. Der «swiss gourmetbook award» will auf der Suche nach qualitativ hochstehenden Kochbüchern eine Orientierungsstütze sein. In 13 Kategorien wurden vergangenen April zum ersten Mal die besten Kochbücher ausgezeichnet. Die Fachjury hat in jeder Kategorie jeweils einmal die Gold- und einmal die Silbermedaille vergeben. «Wir achten besonders auf die Sorgfalt der Inhalte, ob beispielsweise die Zutatenliste mit den verwendeten Zutaten übereinstimmt», dies ist für Claire Barell, Jurymitglied sowie zusätzlich Fachexpertin für die eidgenössische Flight Attendant Berufsprüfung, matchentscheidend. Das moderne Kochen
Bei den Kochbüchern, welche für die Auszeichnung eingereicht wurden, sei es laut Hans Brunner auffällig, dass immer mehr mit sogenannten Schritt-für-Schritt-Anleitungen gearbeitet würde. Das Nachkochen stehe vor allem bei Hobbyköchen und -köchinnen im Vordergrund. Die Themenschwerpunkte auf dem Kochbuchmarkt würden sich aber regelmässig ändern. «Wir müssen flexibel bleiben und offen sein für neue Kategorien», sagt Brunner. Zurzeit sei zum Beispiel Foodparing eine potenzielle, zukünftige Kategorie für den «swiss gourmetbook award». Die Zukunft der Auszeichnung
Die Nachfrage nach dem Preis sei, trotz der Beschränkung auf deutschsprachige Literatur, nicht nur in der Schweiz sondern auch in den umliegenden Ländern gross, so Fachjurymitglied und Hobbykoch Peter E. Weisskopf. Hans Brunner sagt ausserdem: «Im Vorfeld der Auszeichnung habe ich 50 Verlage zur Teilnahme angefragt – 48 waren sofort dabei.» Auch in den kommenden Jahren sollen die eingereichten Kochbücher des «swiss gourmetbook awards» der Bibliothek des Belvoirparks überreicht werden. Die Eingabefrist für die nächste Preisvergabe wird wiederum erst Ende Oktober ablaufen, da jeweils Mitte Oktober die Frankfurter Buchmesse stattfindet. Kochbuchautorinnen und -autoren sollen die Möglichkeit haben, von dort aufgenommenes Know-how in ihre Werke miteinfliessen zu lassen, bevor sie diese einreichen.