Der Vorstand des Schweizer Tourismus-Verbands darf zwei neue Mitglieder in seinen Reihen begrüssen. An der 94. Generalversammlung in den Merian Gärten in Münchenstein BL wählen die 62 Stimmberechtigen Myriam Stucki, Generalsekretärin Verband der Museen der Schweiz (VMS), und Thomas Wüthrich, Präsident Regional Tourism Alliance (RTA), neu ins Führungsgremium des Verbands. Stucki ist neu im Vorstand vertreten, weil der Verband der Museen der Schweiz seit Ende 2025 Teil des STV ist. Thomas Wüthrich ersetzt den aus dem STV-Vorstand austretenden Damian Constantin, der Anfang 2020 in den Vorstand gewählt und im Führungsgremium grossen Anteil daran hatte, dass der Verband und die Branche gut durch die Corona-Pandemie kamen.
Daneben werden die offiziellen Traktanden der Generalversammlung schnell abgewickelt. Die Rechnung, Geschäftsberichte und der Jahresbericht von STV-Präsident Reto Nause wurden einstimmig angenommen. Freuen darf sich Vorstandsmitglied Ueli Stückelberger, Präsident des Verbands öffentlicher Verkehr. Er wurde für sein 15-Jahre-Jubiläum im Vorstand von Nause geehrt und für seine langjährige Arbeit verdankt.
Nachhaltigkeitslabel auf dem Vormarsch
STV-Direktor Philipp Niederberger nimmt die Anwesenden auf einen kurzen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 mit. Der Verband konnte sein Profil im Geschäftsjahr 2025 in den Bereichen Tourismuspolitik und Nachhaltigkeit weiter schärfen. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit macht der Verband mit dem Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit weiterhin Fortschritte. So wurden letztes Jahr acht neue Destinationen mit dem Siegel Swisstainable ausgezeichnet. Ende 2025 waren zudem 2398 Betriebe mit dem Label eingestuft, 263 mehr als im Vorjahr.
Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die dritte Ausgabe der Sustainable Tourism Days mit rund 270 Fachpersonen aus Tourismus, Nachhaltigkeit und Wissenschaft. Mit Valendas erhielt zudem ein weiteres Schweizer Dorf im Rahmen der Initiative Best Tourism Villages eine internationale Auszeichnung.
Politische Geschäfte und Wahljahr 2027 im Fokus
Im Zentrum der politischen Arbeit stand im vergangenen Jahr die erfolgreiche Sicherung der touristischen Förderinstrumente, insbesondere im Rahmen des Entlastungspakets 2027. Der STV brachte die Anliegen des Sektors an politischen Veranstaltungen, in Vernehmlassungen und über seine Kommunikationskanäle in die öffentliche und parlamentarische Debatte ein.
Gleichzeitig blickt der Verband auf die aktuellen politischen Debatten, allen voran diejenige über den Erhalt des MwSt.-Sondersatzes für die Hotellerie. «Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass dieser Sondersatz über 2027 hinaus gelten wird», verspricht Präsident Nause. Daneben nimmt der Verband bereits die eidgenössischen Wahlen 2027 ins Visier.