Wintertourismus wird in der Schweiz teurer

Oliver Borner – 30. Januar 2026
Der aktuelle Ferienindex von Comparis zeigt, dass Ferien in der Schweiz sind im Dezember teurer geworden sind. Besonders stark stiegen die Preise in der Parahotellerie.

Das Ferienmachen hat sich im Dezember in der Schweiz weiter verteuert. Laut dem von Comparis berechneten Freizeitindex stiegen die Preise innert Monatsfrist um 1 Prozent. Damit legte der Freizeitbereich stärker zu als der Landesindex der Konsumentenpreise, der im gleichen Zeitraum stagnierte.

Markanter Anstieg in der Parahotellerie

Besonders markant war der Anstieg in der Parahotellerie. Die Preise für Ferienwohnungen und Campingplätze zogen um 25 Prozent an. Comparis führt dies auf die anhaltend hohe Nachfrage seit der Pandemie sowie auf den Start der Skisaison und die Weihnachtsferien zurück.

«Seit der Pandemie sind Ferien in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen hoch im Kurs. Die gestiegene Nachfrage trifft auf ein zu geringes Angebot, was die Preise in die Höhe treibt», erklärt Comparis-Experte Michael Kuhn. Hinzu kämen höhere Kosten für Energie, Unterhalt und Plattformgebühren, die oft direkt an die Gäste weitergegeben würden. Saisonale Effekte verstärkten den Trend zusätzlich. Im Fünfjahresvergleich haben sich die Preise in der Parahotellerie um 21 Prozent erhöht.

Auch klassische touristische Angebote wurden teurer. Hotelübernachtungen verteuerten sich um 3,1 Prozent, Bergbahnen und Skilifte um 4,3 Prozent. Pauschalreisen wurden hingegen um 1,8 Prozent günstiger.