Parlament sichert Tourismusförderung

Oliver Borner – 10. März 2026
Das Parlament verzichtet im Rahmen der Debatte zum Entlastungspaket 27 auf überproportionale Kürzungen in der Tourismusförderung.

Der Tourismussektor darf sich über einen Teilsieg freuen. Gestern verzichtete das Parlament in der Debatte zum Entlastungspaket 27 auf eine übermässige Kürzung der Schweizer Tourismusförderinstrumente Schweiz Tourismus, Innotour und Neue Regionalpolitik (NRP).

Dies ist ganz im Sinne des Schweizer Tourismus-Verbands (STV). «Das Parlament sendet damit ein deutliches Signal an den Bundesrat», schreibt er in einer Mitteilung. Der STV anerkenne zwar die Notwendigkeit der Konsolidierung des Bundeshaushalts, war aber stets der Meinung, dass die Kürzungsvorschläge im Bereich der Tourismusförderung zu weit gingen. Deshalb habe der Tourismussektor Verantwortung übernommen und aktiv Kompromissvorschläge zu den Kürzungsanträgen des Bundesrats eingebracht.

Innotour und Neue Regionalpolitik bleiben tragende Pfeiler

Besonders positiv bewertet der STV, dass sich das Parlament gegen die geplante Gesetzesanpassung in der Neuen Regionalpolitik (NRP) ausgesprochen hat. Der vom Bundesrat geplante Rückzug aus der Regionalpolitik war für den Verband eine klare rote Linie. Mit dem Verzicht darauf und moderaten Kürzungen von 20 Prozent bei den Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung bleibt die NRP als zentrales Förderinstrument erhalten.

Auch bei Innotour hat das Parlament korrigierend eingegriffen. Mit einer Reduktion von 10 Prozent bleibt die Innovationsförderung im Tourismus gesichert. Angesichts der grossen Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel ist Innovationskraft entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung des Tourismussektors nachhaltig zu sichern.

Weniger Mittel für Schweiz Tourismus

Auch bei Schweiz Tourismus konnte im Parlament ein Kompromiss gefunden werden. Die Organisation erhält in den kommenden Jahren 10 Prozent weniger Bundesmittel. Vor dem Hintergrund der zeitweise deutlich weitergehenden Kürzungsanträge bewertet der STV den Entscheid positiv.

Nichtsdestotrotz werde sich die Kürzung spürbar auswirken: «Es ist nun am Tourismussektor, diesen Entscheid zu analysieren, einzuordnen und die nötigen Schlüsse zu ziehen. Der STV ist überzeugt, dass die internationalen Märkte für den Schweizer Tourismus weiterhin entscheidend bleiben, um den Wandel hin zu einem Ganzjahrestourismus zu vollziehen», heisst es. Dafür seien die gezielte Bearbeitung von Nah- und Fernmärkten sowie die Lenkung wertschöpfungsstarker Gästeströme zentral.