Konkret dürfen sich die Schweizer Bergbahnen gegenüber dem Vorjahr über einen gesamtschweizerischen Zuwachs bei der Gästeanzahl von 13 Prozent freuen. Den Grundstein für diese Zahlen legten laut einer Mitteilung der Seilbahnen Schweiz (SBS) der sehr gute Start im Juni und die Monate September und Oktober.
Isoliert betrachtet waren allein im goldenen Oktober 29 Prozent mehr Gäste mit Seilbahnen unterwegs als im Oktober 2024. Hier schnitten Bahnen mit vorwiegend Übernachtungsgästen oder einem ausgeglichenen Gästemix mit +39 Prozent besser ab als Bahnen, die vorwiegend Tagesgäste bedienen (+21 Prozent).
Grosse regionale Unterschiede
Ein Blick in die jeweiligen Gebiete zeigt regionale Unterschiede und Besonderheiten auf. Alle Regionen können mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr abschliessen. Die Waadtländer und Freiburger Alpen verzeichnen hier mit +25 Prozent den grössten Zuwachs an Gästen. Das Berner Oberland folgt mit 20 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt vom Wallis mit 15 Prozent. Graubünden und die Ostschweiz liegen mit je 10 Prozent gleichauf, dicht gefolgt von der Zentralschweiz (9 Prozent) und dem Tessin (8 Prozent).
Bei der Betrachtung der Gästeherkunft zeigt sich, dass Bahnen mit überwiegend inländischem Publikum über den gesamten Sommer einen etwas stärkeren Gästezuwachs (+14 Prozent) verzeichnen konnten als Bahnen mit vorwiegend ausländischen Gästen oder einem ausgeglichenen Gästemix (+10 Prozent).
Besonders erfolgreich waren dabei die Bahnen mit einem jährlichen Verkehrsertrag zwischen 5 und 20 Millionen Franken: Sie konnten ihre Gästezahlen gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent steigern und lagen damit klar über dem Branchenschnitt (z. B. Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG, Remontées Mécaniques de Grimentz-Zinal SA, Gondelbahn Grindelwald-Männlichen AG, Télé Villars-Gryon-Diablerets SA). Kleinere (unter 5 Mio. Franken) und sehr grosse Bahnen (mit über 20 Mio. Franken) erzielten hingegen mit je rund 10 Prozent mehr Gästen ein leicht unterdurchschnittliches Wachstum.
SBS: «Bedeutung von Ganzjahrestourismus nimmt zu»
Vergleich mit dem 5-Jahresdurchschnitt Mit Blick auf die gesamte Saison von Mai bis Oktober liegt die Branche mit 24 Prozent mehr Gästen klar über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Vor allem Gebiete mit Fokus auf den internationalen Markt zeigen ein grosses Wachstum. «Die starke Sommersaison verdeutlicht die wachsende Bedeutung des Ganzjahrestourismus und die gute Positionierung der Bergbahnen als attraktive Freizeitpartner. Mit Blick auf den Winter zeigt sich die Branche zuversichtlich, im Wissen, dass der Erfolg auch vom Wetter abhängt», sagt Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz (SBS).