Der 35-jährige Küchenchef bringt langjährige Erfahrung aus der Spitzengastronomie mit. Sein Weg führte ihn unter anderem zum österreichischen Spitzenkoch Vitus Winkler, als Sous-Chef unter Stefan Jäckel in den Storchen Zürich, später als Küchenchef ins Hotel Paradies im Engadin und zuletzt ins internationale Airline-Catering.
Saisonalität im Vordergrund
Mit dem Helvetia hat sich Kunkel bewusst für ein Restaurant entschieden, in dem er seine Vorstellung einer modernen Quartierbeiz verwirklichen kann. «Ich wünsche mir, dass hier an einem Tisch gejasst und ein Bier getrunken wird, während am Nebentisch jemand ein Viergangmenü geniesst. Beides hat seine Berechtigung. Die oberste Priorität ist: Es muss alles schmecken», sagt er.
Für Marcel Kunkel sind konsequente Saisonalität und Schweizer Herkunft eine Selbstverständlichkeit. «Das Restaurant heisst Helvetia. Da macht es für mich keinen Sinn, Produkte um die halbe Welt fliegen zu lassen. Wir haben in der Schweiz grossartige Produzenten. Der Gast soll wissen, was auf seinem Teller liegt und woher es kommt.»
Gemeinsame Überzeugung im Helvetia
Diese Überzeugung teilt Marcel Kunkel mit dem gesamten Team des Helvetia. Gemeinsam verfolgen sie den Anspruch, das Helvetia als lebendige Quartierbeiz mit Charakter weiterzuentwickeln.
Zur Philosophie gehört auch ein starkes Mittagsgeschäft, heisst es in einer Mitteilung. Es soll frisch gekocht, unkompliziert und zu fairen bepreist sein – ohne Abstriche bei der Qualität. «Wenn zwei Handwerker zum Mittagessen kommen, sollen sie genauso gut essen wie jemand, der am Abend für ein Viergangmenü reserviert. Gute Küche ist keine Frage des Preises, sondern der Haltung», sagt Marcel