Wohlstand ist kein Naturgesetz
Der Kostendruck in der Gastronomie steigt: Vom Olivenöl über das Fleisch bis zum Toilettenpapier – alles wird teurer. Gleichzeitig steigen aufgrund des Arbeitskräftemangels auch die Lohnkosten. So erzählte mir ein Gastronom kürzlich: «Um sämtliche Kosten zu decken, müsste ich für ein Rindsfilet 20 Franken mehr verlangen. Nur zahlt das niemand.» Die Folge davon: Die Kosten können kaum mehr gedeckt werden, und der Fortbestand des Restaurants ist langfristig nicht gesichert. In dieser ohnehin schon schwierigen Situation möchte nun eine Mehrheit von SP, Grüne und Mitte im Parlament den Kostendruck weiter erhöhen.
Kein AHV-Ausbau auf Vorrat
Um die vom Volk beschlossene 13. AHV-Rente sowie die Abschaffung des AHV-Ehepaarplafonds zu finanzieren, haben SP, Grüne und Mitte im Ständerat beschlossen, die Mehrwertsteuern und Lohnabgaben um insgesamt 8 Milliarden Franken pro Jahr zu erhöhen.
Daran besonders absurd ist, dass sich bis jetzt weder das Parlament noch das Volk zur Volksinitiative aus der Küche der Mitte-Partei, auf welche die Abschaffung des AHV-Ehepaarplafonds zurückgeht, geäussert haben. Diesen AHV-Ausbau auf Vorrat gilt es diesen Herbst im Nationalrat zu verhindern!
Weniger Geld bei höheren Preisen
Dieser Griff in unser aller Portemonnaies ist grundlegend falsch. Die Bürgerinnen und Bürger verlieren an Kaufkraft – der Monatslohn nimmt ab und der tägliche Einkauf wird teurer. Auch für die Gastronominnen und Gastronomen wird alles noch teurer – die Produkte, die Mieten und die Lohnnebenkosten. Es braucht endlich ein Umdenken!
Wenn sich die Schweiz bei den Abgabenquoten immer stärker unseren Nachbarländern annähert, verlieren wir unsere wirtschaftliche Stärke und werden mittelmässig. Um dies zu verhindern, brauchen wir wieder eine Politik, die Leistung belohnt und Arbeit attraktiv macht. Eine Politik, die nicht reflexartig nach Steuererhöhungen ruft, sondern langfristig und strategisch denkt. Eine Politik, die anerkennt, dass unser Wohlstand kein Naturgesetz ist, sondern das Ergebnis harter Arbeit.
Andri Silberschmidt / Nationalrat FDP