Trotz Regenwetter: Schweizer Hotels mit mehr Gästen im Juli

Redaktion/sda – 08. September 2025
Trotz Regen verzeichnete die Schweizer Hotellerie im Juli ein Übernachtungsplus von 2,7 Prozent. Besonders Auslandsgäste trugen zum Wachstum bei – vorwiegend aus Grossbritannien und China.

Die Schweizer Hotellerie hat im Juli mehr Übernachtungen gezählt. Trotz des Regenwetters stieg die Zahl der Hotelübernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent auf 4,9 Millionen. Das schreibt das Bundesamt für Statistik (BfS). Demnach geht die Mehrheit der Übernachtungen im Juli auf das Konto von Gästen aus dem Ausland. Hier nahm die Zahl der Logiernächte um 2,5 Prozent auf 2,2 Millionen zu.

Auch bei den Gästen aus der Schweiz gibt es ein Plus. Die Übernachtungen zogen hier gar um 2,9 Prozent auf 2,2 Millionen an. Angesichts des verregneten Julis sei das insofern bemerkenswert, als Schweizerinnen und Schweizer im Gegensatz zu den meist weit im Voraus buchenden ausländischen Gästen oft kurzfristiger und wetterabhängig buchen.

Dämpfer bei US-Gästen

Besonders stark fiel der Zuwachs im Juli bei Gästen aus Grossbritannien aus: Hier erhöhte sich die Zahl der Logiernächte um 36 Prozent auf knapp 217 000. Wichtigstes europäisches Land blieb jedoch Deutschland mit gut 401 000 Übernachtungen. Das sind 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Grösster Herkunftsmarkt insgesamt blieben aber die USA mit knapp 497 000 Logiernächten – trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent. Damit erhält die starke Dynamik bei den US-Gästen der letzten Jahre einen Dämpfer. Im Vergleich zum letzten Juli vor Corona 2019 sind es aber noch immer mehr (+42 Prozent). Damals war Deutschland noch der grösste Herkunftsmarkt.

Aus China kamen derweil wieder klar mehr Gäste. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Juli um 13 Prozent auf rund 111 500. Noch besteht aber erhebliches Aufholpotenzial zum letzten Juli vor der Pandemie – damals sorgten die chinesischen Touristen mit 187 000 Übernachtungen für rund 30 Prozent mehr Logiernächte.

Rekord im Visier

Insgesamt bleibt die Schweizer Hotellerie damit auf Kurs, den Logiernächtewert aus dem Vorjahr von 42,8 Millionen zu übertreffen. Von Januar bis Juli zählte die Branche 25,3 Millionen Übernachtungen, was einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht.

Mit insgesamt 13,1 Millionen Logiernächten ist das Plus vor allem den Gästen aus dem Ausland zu verdanken. Gegenüber dem Vorjahr sorgten sie für 2,9 Prozent mehr Übernachtungen. Bei den inländischen Gästen resultierte mit 12,3 Millionen Übernachtungen nur ein hauchdünner Zuwachs (+0,3 Prozent).