Hotellerie

Generationenprojekt: Umbau Hotel Hermitage

Nicole Steffen – 28. April 2026
Das Hotel Hermitage in Luzern ist bereits seit 70 Jahren in Familienbesitz. Nun startet das Hotel mit der Unterstützung von Herzog und de Meuron eine zukunftsorientierte Arealentwicklung mit Hotelbetrieb, Wohnungen und Gastronomieangeboten.
522 Hermitage HdM5

Das Hermitage ist ein Ort mit starker Identität. Geprägt wird diese durch die Lage direkt am See, die Geschichte und die Rolle als verbindendes Element zwischen Stadt und Landschaft.

In einem mehrjährigen Prozess wurde das Projekt in enger Abstimmung mit Behörden, Fachplanern und verschiedenen Anspruchsgruppen stark überarbeitet. Entstanden ist eine Lösung, die den Ort stärkt und gleichzeitig Rücksicht auf die Umgebung, die Landschaft und die bestehenden Strukturen nimmt. Die bestehenden Hotelbauten werden aufgestockt und weiterentwickelt. So wird ein Teil der Neubauten als kleinteiliges Ensemble in Anlehnung an einen Innerschweizer «Bauernhof» konzipiert. Gleichzeitig entstehen Ersatzbauten am Standort des heutigen Bellevues. Die Weiterentwicklung folgt einer klaren funktionalen und wirtschaftlichen Logik. Rund zwei Drittel des knapp 20’000 m² grossen Areals liegen in der Tourismuszone und ermöglichen ergänzend zum Hotelbetrieb eine begrenzte Wohnnutzung mit rund zwölf Wohnungen. Das verbleibende Drittel – das heutige Bellevue – befindet sich in der Wohnzone und wird mit rund 24 Wohnungen entwickelt. Gleichzeitig wird das Hotelangebot von heute rund 90 auf etwa 100 Zimmer moderat erweitert. 

Patrick Döös aus der Eigentümerfamilie der Hermitage Lake Lucerne AG erklärt: «Das Hermitage ist seit über 70 Jahren in Familienbesitz. Entsprechend denken wir nicht in kurzfristigen Zyklen, sondern in Generationen. Dieses Projekt ist für uns ein bewusster Schritt, um den Betrieb weiterzuentwickeln und gleichzeitig das zu bewahren, was diesen Ort für uns ausmacht. Entscheidend ist dabei auch, dass das Hotel wirtschaftlich tragfähig bleibt und sich langfristig aus eigener Kraft sichern kann. Wir schaffen damit die Grundlage, dass die Hermitage auch in Zukunft ein lebendiger Ort für Gäste, Bewohner, Mitarbeitende und die Region bleibt.»