Hochzeitspaare, die ihr Essen selbst zubereiten, Freunde, die ihr Essen im Foodtruck kochen, und Gäste, die ihr Hotelzimmer selbst putzen. Die neue Kampagne von GastroSuisse im Rahmen der Initiative Avanti! zeigt auf humorvolle Art und Weise, wie das Gastgewerbe ohne die Menschen, die darin arbeiten, aussehen würde. Das Take-away aus allen Situationen: Zum Glück gibt’s Gastro. Denn es sind die Gastgeberinnen und Gastgeber, Köche, Servicefachkräfte, Hotelfachleute, Barangestellten und Unternehmerinnen, die mit Engagement, Professionalität und Gastfreundschaft dafür sorgen, dass aus gewöhnlichen Momenten besondere Erlebnisse werden. Sei es das erste Date, die Familienfeier, das Geschäftsessen oder das wohlverdiente Wochenende im Hotel. All diese Momente können nur stattfinden, weil es das Gastgewerbe gibt.
Menschen sichtbar machen
Die Kampagne zeigt jedoch nicht nur, was ohne das Gastgewerbe fehlen würde, sondern auch, wem wir diese besonderen Momente zu verdanken haben. «Zum Glück gibt’s Gastro» rückt die rund 270 000 Menschen in den Fokus, die mit ihrem täglichen Einsatz und ihrer Leidenschaft all das möglich machen. GastroSuisse schafft mit der Kampagne eine Plattform, um diese Wertschätzung sichtbar zu machen und die Bedeutung der Branche für Gesellschaft und Lebensqualität in den Fokus zu rücken. Gleichzeitig positioniert sich der Verband als verbindendes Element zwischen Branche, Gästen und Öffentlichkeit. Mit den humorvollen Videosequenzen aus den verschiedenen Bereichen des Gastgewerbes werden Geschichten aus dem Alltag erzählt. Genau diese Geschichten werden durch die aktive Teilnahme der Betriebe, Gäste und Partner sichtbar gemacht und über verschiedene Online- und Offlinemassnahmen in die Öffentlichkeit hinausgetragen.
Bei der Ankunft im Hotel zuerst einmal das Bett machen und Staub saugen – so würde ein Aufenthalt ohne Housekeeping aussehen. (Bild: Shining Film AG)
Gäste können Danke sagen
Auch die Gäste werden in die Kampagne eingebunden und können ihre Wertschätzung und Dankbarkeit für das Gastgewerbe in Form eines kurzen Videos mitteilen. Die rund 30- bis 60-sekündigen Videos können über die vorgesehenen Upload-Möglichkeiten auf der Kampagnenwebseite oder per E-Mail an eingereicht werden. Der Aufruf an die Gäste lautet: «Filme dich oder deinen Blick auf deinen Lieblingsmoment im Gastgewerbe: dein Lieblingsplatz im Restaurant, das schönste Detail auf der Karte, der leckerste Bissen oder das herzlichste Willkommen.» Alle Videos werden im Anschluss auf dem Instagram-Kanal «hostsofswitzerland» geteilt. Das Ziel ist es, die Freude am Gastgewerbe zu teilen – von den Gästen für die Branche. Betriebe aber auch Gäste können über den Kanal so an Reichweite gewinnen.
Lieblingsmomente verschicken
In einer zweiten Phase können die Gästen aus den teilnehmenden Gastrobetrieben eine Postkarte mit ihrem Lieblingsmoment verschicken. Wer einen besonderen Moment in der Gastronomie erlebt hat, gestaltet mit einem eigenen Foto eine persönliche Postkarte mit dem PostCard Creator der Schweizerischen Post und verschickt diese an Freunde oder Familie. So wird Wertschätzung sichtbar gemacht – und schöne Erinnerungen werden weiter-
gegeben.
Interview mit Kareen Vaisbrot, Direktorin GastroSuisse
Kareen Vaisbrot, wieso braucht es diese Kampagne?
Kareen Vaisbrot: Das Gastgewerbe wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf seine Herausforderungen reduziert: Fachkräftemangel, steigende Kosten oder wirtschaftlicher Druck. Diese Themen sind wichtig, erzählen aber nicht die ganze Geschichte. Mit «Zum Glück gibt’s Gastro» rücken wir bewusst die Menschen in den Mittelpunkt, die mit ihrem Engagement, ihrer Professionalität und ihrer Gastfreundschaft tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Mehr Wertschätzung beginnt damit, diesen Beitrag sichtbar zu machen.
Welches Bild des Gastgewerbes möchte die Kampagne vermitteln?
Wir möchten ein authentisches Bild einer modernen, vielfältigen und zukunftsorientierten Branche vermitteln. Das Gastgewerbe verbindet Menschen, schafft Begegnungen und macht besondere Momente möglich: vom spontanen Mittagessen bis zur Hochzeit oder zum Familienfest. Hinter all diesen Erlebnissen stehen Menschen, die mit Kompetenz, Leidenschaft und echter Gastfreundschaft täglich Grosses leisten.
Wie soll die Kampagne die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen?
Wir wünschen uns, dass die Menschen das Gastgewerbe wieder bewusster wahrnehmen, nicht erst dann, wenn es fehlt, sondern als selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags und unserer Lebensqualität. Die Kampagne soll zum Nachdenken anregen, positive Emotionen wecken und die Wertschätzung für die Menschen hinter den Kulissen stärken. Wenn am Ende mehr Menschen sagen «Zum Glück gibt’s Gastro», haben wir unser Ziel erreicht.