«Wir möchten Kaisin als nationale Marke etablieren»

Reto E. Wild – 08. April 2026
Kaisin, mit FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt als Verwaltungsratspräsidenten, stellt den Verwaltungsrat neu auf und schafft so Strukturen, um in die ganze Schweiz zu expandieren.

Die Marke Kaisin steht für gesunde, japanisch inspirierte Bowls mit 11 Standorten in Zürich, Zug und Basel. Das Unternehmen wurde am 3. Oktober 2017 mit der Vision gegründet, Fast Food für einen gesünderen Alltag zu schaffen - mit frischen Zutaten und standardisierten Qualitätsprozessen.

Heute beschäftigt die Firma rund 140 Mitarbeitende und wird bis zu den Sommerferien die Präsenz in Basel und Luzern ausbauen. «Danach ist die Romandie ein grosses Thema und Städte wie Bern, Winterthur, St. Gallen und Aarau. Wir gehen opportunistisch vor und konzentrieren uns auf grössere Städte mit genügend Frequenz», erklärt VR-Präsident und Kaisin-Mitgründer Andri Silberschmidt-Buhofer gegenüber dem GastroJournal. Er spricht mittelfristig von mehr als acht weiteren Standorten. «Restaurants mit gesundem Fast Food gibt es bis jetzt sehr wenig in der Schweiz. Hier können wir unseren Anteil leisten, dass er massentauglich wird.»

Rochaden im Verwaltungsrat

Das Jungunternehmen Kaisin, Mitglied von GastroSuisse, stärkt nun den Verwaltungsrat und macht sich so bereit für die erwähnte Expansion in die ganze Schweiz. «Mit dem neuen Verwaltungsrat möchten wir Kaisin als nationale Marke etablieren», so Silberschmidt.

Es stossen nach der Generalversammlung vom 31. März 2026 Kilian Wagner als Mitgründer und CEO des Zürcher Startups VIU Ventures, Marcel Gatti, der einstige CEO der Rahn-Gruppe, sowie Catherine Soraperra mit ihrer Expertise in Unternehmens- und Steuerrecht sowie Corporate Governance in den sechsköpfigen Verwaltungsrat.

Ebenfalls im Gremium sitzen neben den drei Neuen und dem VR-Präsidenten Silberschmidt Delano Fischer als CEO und Mitgründer sowie Bettina Heinzmann.

Fischer ist voll des Lobes: «Mit Kilian, Marcel, Bettina und Catherine haben wir exakt die Persönlichkeiten in den Verwaltungsrat geholt, die uns auf dem Weg zum nationalen Markt voranbringen.» Kaisin stehe dafür, dass gesund essen nicht teuer, kompliziert oder langweilig sein muss. «Das soll bald in der ganzen Schweiz so sein», sagt er selbstbewusst.

Eigene Getränkelinie, kein Fachkräftemangel

Und Silberschmidt verrät: «In zwei Wochen lancieren wir eine eigene, probiotische Getränkelinie mit drei Geschmacksrichtungen. Damit werden wir zwar kein Geld verdienen, machen dies aber für unsere gesundheitsbewussten Kunden, die sich gerne gesund und leicht verpflegen, um nach dem Essen leistungsfähig zu bleiben. Zu unseren Kunden gehören auch Mütter mit Babys, weil wir sehr kinderfreundliche Restaurants haben.»

Auf die Frage, was die grössten Herausforderungen für Kaisin sind, sagt der VR-Präsident und FDP-Nationalrat: «Dazu gehört, die richtigen Standorte mit hoher Frequenz zu finden.» Manchmal dauere es sehr lang, bis die Behörden die Bewilligungen erteilen. Und der Fachkräftemangel? «Den spüren wir nicht. Wir haben starke Bewerbungen auf jede Position, die wir ausschreiben. Das zeigt mir, dass die Rekrutierung von gutem Personal möglich ist, wenn die Kultur in einer Firma stimmt.»