Im Kanton Zürich landen jährlich knapp 40 000 Tonnen Lebensmittel von Gastrobetrieben im Abfall. Entweder, weil zu viel eingekauft wurde, die Portionen zu gross waren oder Resten vom Buffet übrig bleiben. Das entspricht 14 Prozent Umweltbelastung, die durch Lebensmittelverluste verursacht wird.
Gemäss Studien kostet jedes Kilogramm vermeidbarer Abfälle durchschnittlich 24 Franken. Mit den passenden Massnahmen könne ein Gastronomiebetrieb die vermeidbaren Lebensmittelabfälle um schätzungsweise 30 bis 60 Prozent reduzieren.
Aus diesem Grund lancieren der Kanton Zürich, die Stadt Zürich, die Stadt Winterthur und der Verein Reffnet zusammen mit United Against Waste das Projekt «Food Save Zürich». Dieses will die Lebensmittelverschwendung in Zürcher Gastrobetrieben verringern.
Kanton, Städte und Vereine packen an
Insgesamt wird «Food Save Zürich» mit knapp 107 000 Franken unterstützt. Über einen Zeitraum von drei Jahren steuert der Kanton Zürich 17 500 Franken bei, die Stadt Zürich 11 700 Franken, die Stadt Winterthur 6 000 Franken, der Verein Reffnet 64 500 Franken sowie United Against Waste 7 000 Franken, wie die Baudirektion auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte.
Während zweimal vier Wochen werden bei diesem Projekt alle vermeidbaren Lebensmittelabfälle systematisch erfasst. Auf Basis der Messdaten entwickeln die Gastrobetriebe dann verschiedene Massnahmen, etwa Anpassungen an der Menü-Karte oder beim Einkauf. Beraterinnen und Berater begleiten die Betriebe dabei. Das Projekt geht 2026 an den Start, interessierte Betriebe können sich bereits jetzt für das Projekt anmelden.