Neues Leben am Paradeplatz

Oliver Borner – 03. Dezember 2025
Im ehemaligen Kutschenhaus am Zürcher Paradeplatz entsteht mit dem «Mews House» ein neues Zentrum für Kunst, Gastronomie, Suiten und Retail. Das Haus will als kuratierter Treffpunkt den künftigen Wandel im Stadtquartier mitprägen.

Kultur und Kunst trifft auf Retail

Auf rund 400 Quadratmetern präsentiert der «Mews Store» Unterwäsche, Loungewear und Swimwear. Geführt wird der Bereich vom ehemaligen Kernteam des Warenhauses Jelmoli unter Leitung von Marco Maninchedda. Die Flächen sollen kuratierten Markenauftritten Raum geben und das klassische Shopping um Erlebnisse im historischen Stadthaus erweitern.

Mit zwei «Beda Foren» im Untergeschoss bringt Creative Director Beda Achermann Teile seines Archivs an den Paradeplatz. Zudem entstehen mit «Mews Atelier» und «Mews Beats» Räume für Kulinarik, Produzentinnen und Produzenten, Buchkunst, Musik, Talks und kleine Konzerte.

Einst Kutschenhaus und Geschäftshaus von Alfred Escher

Früher dienten die Räume als Kutschenhaus und Stallung für Reisende zwischen Nord und Süd, später war hier der erste Geschäftssitz von Alfred Escher, Eisenbahnpionier, Gründer der ETH Zürich und Politiker. Heute wird die historische Hülle als Bühne für zeitgenössische Kultur, Gastronomie und urbane Konzepte genutzt.

Der Name erinnert an die englischen «Mews», einst Stallgassen in Grossstädten, die sich zu lebendigen Quartiersadressen entwickelt haben. In Zürich soll das Haus ähnlich funktionieren, jedoch mit klarem Bezug zur lokalen Geschichte und zum heutigen Stadtleben.