Mit Château Lascombes ist wieder zu rechnen

Reto E. Wild – 16. September 2026
Kürzlich besuchte Axel Heinz, seit Juli 2023 Önologe und CEO von Château Lascombes im Margaux, die Villa Florhof in Zürich – und präsentierte unter anderem den Jahrgang 2023, den er und die neuen Eigentümer verantworten.

Und dieser La Côte Lascombes Margaux 2023, den er entkorkt, hat es in sich: intensive Fruchtausprägung, Brombeeren, Vanille, klassisch, dicht und zu 100 Prozent Merlot. Ein schöner Wein, 18 bis 20 Monate in Eichenfässern (60 Prozent davon neue), grossen Fässern und Amphoren ausgebaut, der sein grosses Potenzial so richtig ab 2033 entfalten wird, 19 Punkte!

Der Zweitwein von Lascombes heisst seit dem Ende der 1990er Jahren Chevalier. Beim Jahrgang 2023 zeigen sich wiederum Noten von dunklen Beeren, Cassis. Er besteht aus 70 Prozent Merlot sowie aus Cabernet Sauvignon und wenig Petit Verdot. Der Chevalier empfiehlt sich als Offenwein in der Gastronomie.

Das historische Château Lascombes dehnt sich auf 115 Hektaren aus und befindet sich seit 1855 im Herzen von Margaux, mit dem Château Margaux als Nachbarn. Die neuen Besitzer möchten das Weingut wieder zu einem familiengeführten und zukunftsorientierten Betrieb formen, wobei der Schwerpunkt auf den historischen Terroirs und einem eigenen, präzisen Stil liegt.

Zu den Weinen dieser neuen Ära zählen nun also der Château Lascombes 2023, ein Grand Vin für Sammler auf Cabernet-Sauvignon-Basis, der sich auf das historische Terroir konzentriert und einen klassischen Bordeaux-Stils bietet – nicht zu opulent, dennoch geradlinig und mit einer eleganten Fülle. Und der La Côte 2023 soll fortan den Paradewein stellen: eine Merlot-Parzelle, in der sich Kontinuität und Innovation vereinen. Die Handschrift von Heinz zeigt sich in den neuen Jahrgängen klar.