Das vegetarische Bistro Loi trägt nun offiziell das Label «Fait Maison – hausgemacht». Der Betrieb im Löwenbräuareal von Zürich ist das 100. Deutschschweizer Restaurant mit dieser Auszeichnung und setzt konsequent auf eine vegetarisch-vegane Küche: frisch gekocht, saisonal gedacht und mit Liebe zum Detail umgesetzt. Das Bistro ist jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr von Dienstag bis Freitag geöffnet. Abends verwandelt sich das Loi in eine Eventlocation, die für geschlossene Gesellschaften gebucht werden kann.
In der Küche steht Till Roth, Geschäftsführer ist Marco Calore. Gemeinsam verfolgen sie eine klare Vision: nachhaltige Gastronomie mit Handschrift. «Unsere Küche ist modern und pflanzenbasiert, und wir zeigen, dass man auch ohne Fleisch genussvoll essen kann. Gleichzeitig steht vegane und vegetarische Küche für viel Handwerk, Kreativität und Produktwissen. Das Label Fait Maison unterstreicht diesen Anspruch an Qualität und echte Küchenarbeit», sagen beide unisono. Und weiter: «Unsere bewusst kleine Karte basiert auf einem präzisen Produktionsplan — lieber ist ein Gericht ausverkauft, als Lebensmittel wegzuwerfen. Zudem verwerten wir Gemüse möglichst vollständig und nutzen beispielsweise Pilzstiele für Burger-Pattys.»
Das Lieblingsgericht von Till Roth ist das Auberginen-Katsu mit japanischem Kartoffelsalat, eine vegane Interpretation des japanischen «Wienerschnitzels». Die Gäste lieben ausserdem die hausgemachten Getränke — Kombucha, Limonaden und Eistees —, die selbst angesetzt werden.
Hausgemachtes im Fokus
Beat Imhof, Präsident von GastroSuisse, freut sich über den 100. Betrieb: «Dass in der Deutschschweiz nun 100 Restaurants das Label Fait Maison tragen, ist nicht nur ein Erfolg für das Netzwerk. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Küchenhandwerk mehr Sichtbarkeit verdient. Heute wird vielerorts auf vorgefertigte Produkte zurückgegriffen. Umso wichtiger ist es, den Berufsstolz in unseren Küchen zu stärken – dort, wo noch frisch gekocht wird. Denn wenn Gäste wissen, was hausgemacht ist, können Betriebe ihr Angebot besser einordnen und die geleistete Arbeit erhält die Wertschätzung, die sie verdient.»
Zur Erinnerung: Das 2017 gegründete Label Fait Maison zeichnet Restaurants aus, die einen klaren Fokus auf hausgemachte Zubereitung legen. Was nicht selbst gemacht ist, muss klar deklariert sein. «Convenience ist nicht grundsätzlich verboten, aber es soll die Ausnahme bleiben und transparent gemacht werden», erklärt Manuela Lavanchy, Projektkoordinatorin Deutschschweiz. Das Label will nicht belehren, sondern bewusst machen: Es geht um Transparenz für Gäste, Wertschätzung für das Handwerk und darum, die Arbeit in der Küche wieder sichtbar zu machen.
Zertifizierungen auf dem Vormarsch
Ob Berghütte, Stadtbistro oder Hotelrestaurant – das Label Fait Maison vereint mittlerweile über 600 zertifizierte Betriebe in der ganzen Schweiz. Die Vielfalt reicht vom Familienbetrieb bis zum Gourmetrestaurant.
Gäste, die ein Restaurant kennen, das frisch kocht und zum Label passt, können es dem Fait-Maison-Team vorschlagen. Kommt es zur Zertifizierung, bedankt sich «Fait Maison– hausgemacht» mit einem Gutschein im Wert von 50 Franken. So tragen Konsumenten aktiv dazu bei, das Kochhandwerk sichtbar zu machen.