Landgasthof Wartegg schliesst seine Türen per Ende Jahr

Oliver Borner – 21. Juli 2026
Der Gilde-Betrieb Landgasthof Wartegg in Müllheim-Wigoltingen TG schliesst nach langjährigem Bestehen. Grund sind gesundheitliche Probleme des Eigentümers Christoph Frei.

Nach vielen erfolgreichen Jahren schliesst der bekannte und traditionsreiche Landgasthof Wartegg in Müllheim-Wigoltingen per Ende 2026 seine Türen. Eigentümer und Gastgeber Christoph Frei hat sich schweren Herzens und aus gesundheitlichen Gründen entschieden, den Gilde-Betrieb per Ende Jahr einzustellen und den Landgasthof zu verkaufen. Er ist bereits mit verschiedenen Interessenten im Gespräch. «Das war einer der schwierigsten Entscheide unseres Lebens», sagt Christoph Frei. «Wir waren immer mit Leib und Seele Gastgeber. Die Wartegg ist nicht einfach ein Restaurant, sie ist unser Zuhause.»

Die Geschichte der Familie Frei und der Wartegg reicht über 40 Jahre zurück. Jules und Monika Frei hatten den Gasthof 1982 zunächst gepachtet und ihn drei Jahre später übernommen. Mit viel  Herzblut, Gastfreundschaft und Qualitätsbewusstsein entwickelten sie die Wartegg zu einer festen Grösse im Thurgau. Sohn und heutiger Eigentümer Christoph Frei trat 2010 in den Betrieb ein und übernahm ihn 2015 gemeinsam mit seinem Bruder Roger Frei, der bis heute als Restaurantleiter tätig ist und wesentlich zum Erfolg des Betriebes beigetragen hat.

Christoph und Roger Frei

Christoph (l.) und Roger Frei führen den Betrieb noch bis Ende Jahr. (Bild: zVg)

Gesundheit als Wendepunkt

In der Vergangenheit führten die Belastungen des Gastronomiealltags bei Christoph Frei zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen. «Ich hatte einen Herzinfarkt. Das war ein einschneidender Moment und hat mir gezeigt, dass ich etwas verändern muss», sagt der Familienvater von zwei kleinen Kindern. «So schwer uns dieser Schritt fällt: Gesundheit und Familie müssen jetzt Priorität haben.»

Bis zur Schliessung werde der Betrieb jedoch mit unverändertem Engagement weitergeführt. «Wir möchten uns von unseren Gästen so verabschieden, wie sie uns kennen. Mit viel Liebe zum Detail, Freude am Handwerk und vollem Einsatz.»