Bereits zum 38. Mal hat CafetierSuisse in diesem Jahr die tatsächlich angewandten Verkaufspreise für Café crème in Cafés, Café-Konditoreien, Café-Bäckereien, Café-Bistros und entsprechenden Restaurantbetrieben in der Deutschschweiz erhoben.
Der Durchschnittspreis für einen Café crème ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 7 Rappen gestiegen. Damit liegt der Durchschnittspreis neu bei Fr. 4.65. In den vergangenen zehn Jahren ist der Preis für einen Café crème damit insgesamt um 45 Rappen gestiegen.
Kaffeekonsum bleibt hoch
«Der Preisanstieg 2025 fällt eher moderat aus, bleibt aber Teil einer klaren Entwicklung der vergangenen Jahre. Es ist davon auszugehen, dass im kommenden Jahr weitere Anpassungen nötig werden», beurteilt Hans-Peter Oettli, Präsident von CafetierSuisse, die Situation. Haupttreiber für die Preisentwicklung sei nicht der Preis für den Rohkaffee, sondern betriebswirtschaftliche Kosten wie Lohnveränderungen, Energie-, Betriebs- und Beschaffungskosten.
Trotz der Preissteigerung bleiben Herr und Frau Schweizer beim Kaffeekonsum weltweite Spitze. Gemäss Umfrage von CafetierSuisse tranken Schweizerinnen und Schweizer 2024 durchschnittlich 1 237 Tassen pro Kopf und Jahr.
Nach einem aussergewöhnlich starken Wert im Vorjahr habe sich der Konsum leicht normalisiert, bewegt sich aber weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. «Der hohe Pro-Kopf-Konsum unterstreicht die zentrale Bedeutung von Kaffee für die Gastronomie und bestätigt die Stabilität der Nachfrage», so Oettli. Neben dem Kaffeeangebot hat sich der Matcha-Tee in den vergangenen Jahren in vielen Cafés als ergänzendes Getränk etabliert, vor allem bei urbanen und jüngeren Zielgruppen. «Das Trendgetränk fügt sich gut in die Vielfalt der Getränkekarten ein und bereichert damit die Branche», sagt Oettli.
Wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd
Die wirtschaftliche Lage vieler gastronomischer Betriebe bleibt im Jahr 2025 anspruchsvoll. Die Energie- und steigenden Waren- und Betriebskosten belasten die Margen und vielerorts bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück.
Gleichzeitig beschäftigen die Branche die laufenden Verhandlungen zum Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV). Die Branchenvertreter, darunter GastroSuisse und HotellerieSuisse, haben die Verhandlungen mit den Sozialpartnern nach langem Stillstand wieder aufgenommen. CafetierSuisse betont in diesem Zusammenhang, dass kantonale Mindestlöhne die Gesamtarbeitsverträge nicht übersteuern dürfen. «Der Verband ruft die Politik auf, eine tragfähige Lösung zu suchen, damit die bewährte Sozialpartnerschaft als Teil des Erfolgsmodells Schweiz weiterhin verlässlich funktioniert», so Präsident Hans-Peter Oettli.