Letztes Jahr feierte Transgourmet/Prodega den 60. Geburtstag. Und fast halb so alt ist der «Best Partner Award». 2025 wurden gut 300 Partnerunternehmen bewertet und mit einem «Oscar der Branche» in fünf Kategorien ausgezeichnet, «weil ihr als Zulieferer wichtig seid», sagt Philipp Dautzenberg, der Vorsitzende der Transgourmet-Geschäftsleitung im Auditorium des Zentrums Paul Klee vor versammeltem Publikum. Er fahre an diesem Zentrum zweimal täglich vorbei, und der Bau von Renzo Piano erinnere ihn mit den Bögen an Umsätze, die rauf- und runtergehen.
2025 sei, so Dautzenberg, das Ziel gewesen, das Cash&Carry-Geschäft zu schärfen, Transgourmet und Saviva zusammenzuführen, «und den grössten Fokus im Tagesgeschäft zu setzen, wo 2500 Mitarbeitende gefordert sind, die Artikel zu bewirtschaften».
Pascal Krebs, Leiter Marketing und Beschaffung bei Transgourmet, wies in seiner Rede auf die geopolitische Lage als Herausforderung hin. «Aber wir haben in den vergangenen Jahren eine gute Resilienz entwickelt». Er betonte zudem: «Bei Transgourmet und Saviva wollen wir das Beste aus zwei Welten zusammenführen. Daraus entstehen neue Chancen.» Und: Der «Best Partner Award» sei kein subjektiver Akt, sondern eine Kombination aus verschiedenen Kennzahlen (Details im Kästchen Kriterien und Bewertung).
Im Mittelpunkt standen dann bei der Preisverleihung die besten Lieferantenpartner des Jahres 2025 in den Kategorien Non-Food, Food, Getränke, Frisch- und Tiefkühlprodukte, für die Transgourmet jeweils Gold-, Silber- und Bronze-Diplome vergab:
Non-Food:
- Duni AG, Rotkreuz ZG
- Delicious Network AG, Langenthal BE
- Alustar, Kreuzlingen TG
Food:
- Hugo Reitzel
- Agrano AG, Allschwil BL
- Halba, Pratteln BL
Getränke:
- Brauerei Locher AG, Appenzell AI
- Intelligentfood Schweiz AG, Rotkreuz ZG
- Rimuss & Strada Wein AG, Hallau SH
Frischprodukte:
- Emmi Schweiz AG, Luzern
- Eisberg AG, Dällikon ZH
- Schwab-Guillod AG, Müntschemier BE
Tiefkühlprodukte:
- Kadi AG, Langenthal BE
- Fredag – Orior Food AG, Root LU
- Louis Ditzler AG, Möhlin AG
Bemerkenswert: Für einen Lacher sorgte der Sieger der Kategorie Food, Hugo Reitzel, als der Manager rhetorisch in die Runde fragte: «Wie ist es möglich, dass eine Cornichon gewinnen kann?» Kadi ist nach mehreren Jahren in den Top 6 erstmals wieder zuoberst auf dem Treppchen. Duni, dem Spezialisten für Gastronomie-Servietten, reichte es in den letzten Jahren viermal zu einer Top 6 Rangierung.
Zum dritten Mal vergab Transgourmet schliesslich einen Nachhaltigkeitsaward. Er ging ebenfalls an die Duni AG. «Das Ergebnis war sehr knapp», sagte Sophie Bosshart, Leiterin Nachhaltigkeit. Ziel sei, die Treibhausgase in den Vertriebsketten zu reduzieren. «Gemeinsam können wir mehr erreichen.» Abschliessend erklärte Krebs: «Ihr habt alle gezeigt, was echte Partnerschaft bedeutet. Nur wenn wir uns gegenseitig fordern, werden wir richtig gut.»
Danach ging es im Zentrum Paul Klee zum Entrée hoch, wo zu den Gerichten am Buffet ein Strada Mousseux, ein Weisser aus Rias Baixas und der rote Saint-Julien Les Fiefs de Lagrange warteten.
Kriterien und Bewertung beim «Best Partner Award»
Mit dem jährlichen Lieferantenrating setzt Transgourmet/Prodega ein Zeichen für transparente Zusammenarbeit und Weiterentwicklung. Im Zentrum der Bewertung stehen sowohl messbare Faktoren wie Umsatz- und Markenentwicklung sowie Liefertreue als auch qualitative Kriterien wie Innovationskraft, Produktverfügbarkeit und gleichbleibend hohe Qualität. Die Beurteilung erfolgt nicht nur zentral, sondern auch dezentral durch Mitarbeitende in den Märkten und Regionallagern, die im täglichen Kontakt mit den Lieferanten stehen.
Verantwortlich für die Durchführung ist eine unabhängige Abteilung, wodurch Objektivität und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sind. Das Rating gilt in dieser Form als einzigartig in der Branche und schafft Transparenz sowie eine Standortbestimmung für die Partnerunternehmen.