Prix Montagne 2026: Das sind die sechs Nominierten

Oliver Borner – 08. Juli 2026
Die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Dario Cologna hat sechs beispielhafte Projekte aus dem Berggebiet für den Prix Montagne 2026 nominiert.

Die Nominierten für den diesjährigen Prix Montagne stehen fest. Jurypräsident Dario Cologna und seine sechs Jurykolleginnen und -kollegen haben sechs Projekte nominiert, die direkt zur Wertschöpfung und wirtschaftlichen Vielfalt im Schweizer Berggebiet beitragen. Die nominierten Projekte stammen aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus diversen Branchen.

Insgesamt 42 eingereichte Projekte wurden auf die Kriterien der Wirtschaftlichkeit und des Modellcharakters geprüft. «Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte waren auch in diesem Jahr wieder beeindruckend», sagt Dario Cologna und fügt an: «Wir hatten spannende und lange Diskussionen in der Jury, und am Ende konnten wir sechs Projekte nominieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten».

Online-Abstimmung läuft

Zusätzlich zum Prix Montagne gibt es den Publikumspreis Prix Montagne im Wert von 20 000 Franken zu gewinnen. Diesen stiftet bereits zum zehnten Mal die Mobiliar Genossenschaft im Rahmen ihres Engagements für die Gesellschaft. Zur Auswahl stehen die sechs Projekte, die für den diesjährigen Prix Montagne nominiert sind. Ab sofort bis am 16. August kann man auf prixmontagne.ch für sein Lieblingsprojekt abstimmen.

Die Gewinner des Prix Montagne und des Publikumspreises Prix Montagne werden am Donnerstag, 3. September im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Eventforum in Bern bekannt gegeben. Durch die Veranstaltung führt die Urner TV-Moderatorin Sabine Dahinden, musikalisch begleitet von Schwyzerörgeli-Improvisator Christian Wyss. Der Prix Montagne wird bereits zum 16. Mal von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Berghilfe verliehen.

Das sind die nominierten Projekte:

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Der Biketrail Marbachegg zieht Abenteuerlustige aus der ganzen Schweiz an. (Bild: Max Hugelshofer)

Biketrail Marbachegg, Marbach LU

Was aus der Not heraus entstanden ist, hat der Marbachegg im Entlebuch zu einer neuen Attraktion verholfen. Biker aus der ganzen Schweiz toben sich auf dem Flowtrail und der Jumpline aus – und sichern so das Überleben des kleinen Skigebiets.

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Michela Paganini bespricht mit Ileana Dorsa das Design einer neuen Kette. (Bild: Alexandra Rozkosny)

dolceperla gioielli, Poschiavo GR

Seit fast 20 Jahren produzieren Michela Paganini und ihr Team mitten in Poschiavo handgemachten Schmuck in zeitlosem Desing. Was zu Hause als Hobby begann, ist zu einem Betrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Filialen und einem Onlineshop angewachsen.

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Grosses Potential sieht Firmengründer Jean-Pierre Baumann beim Schwimmsport. (Bild: Max Hugelshofer)

Freelap, Fleurier NE

Ob auf der Finnenbahn, im Schnee oder im Dreck: Jean-Pierre Baumann und sein Team produzieren mit Freelap präzise Zeitmessgeräte für verschiedenste Sportarten. Seine Geräte kommen in Trainings auf der ganzen Welt zum Einsatz.

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Im Gesundheitszentrum Unterengadin finden auch Langzeitpatientinnen eine umfassende Pflege und Versorgung unter einem Dach. Darum können Ärzte und Therapeutinnen hier zu ihnen kommen und nicht umgekehrt. (Bild: Alexandra Rozkosny)

Gesundheitszentrum Unterengadin, Scuol GR

Das Gesundheitszentrum vereint alle gesundheitlichen Institutionen in der Region Unterengadin unter einem Dach, vom Wellness- und Erholungsbad bis zur Notfallmedizin und Pflegeeinrichtung. Das gewährleistet nicht nur die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten, sondern lohnt sich auch finanziell.

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Die Stoos Lodge bietet 245 Betten, einen gediegenen Wellnessbereich, einen riesigen Indoorspielplatz, eine Kita und Seminarräume. Gäste bezahlen hier aber nur, was sie auch nutzen. So sind Ferien auch für Familien erschwinglich. (Bild: Alexandra Rozkosny)

Stoos Lodge, Stoos SZ

Die im Jahr 2022 eröffnete Stoos Lodge ist modernes Hotel und Dorfzentrum zugleich. Das Hotel schafft den Spagat zwischen den Bedürfnissen einer internationalen Kundschaft und jenen der Einheimischen. Dank der engen Zusammenarbeit mit den benachbarten Stoosbahnen gelingt es zudem, das Hotel klimaneutral zu heizen.

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Direkt in den Wäldern der Franches-Montagnes im Jura produziert die Yann Flück SA aus Abfallholz Schnitzel, die später in der Region für Wärme sorgen. (Bild: Max Hugelshofer)

Yann Flück SA, Le Noirmont JU

Yann Flück und sein Team machen aus ungenutztem Holz aus den umliegenden Wäldern Holzschnitzel, die sie in eigenen Fernwärmeanlagen verbrennen. Damit sorgen sie dafür, dass in den regionalen Betrieben und hunderten Häusern kein Heizöl mehr verbrannt wird.