Das traditionelle Fondueessen, zu dem GastroSuisse jeweils zur Herbstsession die Parlamentarier einlädt, ist auch am 16. September 2026 ein Erfolg, melden sich doch mehr als 70 National- und Ständeräte fast aller politischen Parteien an, um gemeinsam im Caquelon zu rühren.
Platz für Austausch und Meinungen
Dieses Jahr stammt die Fonduemischung von der Familie Spielhofer aus dem Berner Jura. Sie besteht aus Tête de Moine, Gruyère, Vacherin sowie einer vierten Sorte, die ein Geheimnis ist. Florian Spielhofer verrät nur so viel: «Wir haben die Fondueverpackungen zum Kornhauskeller liefern lassen. Die Mischung ist besonders cremig, luftig und sehr gut verdaulich. Das Rezept gibt es schon seit über 40 Jahren. Unsere Mama hat damit angefangen.»
GastroSuisse-Präsident Beat Imhof begrüsst die Parlamentarier in den vier Landessprachen und sagt: «Heute Abend tun wir das, was die Gastronomie so wertvoll macht. Wir tauschen uns aus und bilden unsere Meinungen. Das ist der Ursprung der Demokratie. Unsere gesellschaftsrelevante Branche bildet den optimalen Rahmen.» Der Verbandspräsident sagt aber auch, dass das Gastgewerbe harte Zeiten durchmacht. Allein in den letzten Jahren seien in über 50 Gemeinden die letzten Gaststätten verschwunden.
Und weiter: «Vor einem Jahr habe ich gesagt, dass Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider mit den Trinkgeldern die AHV sanieren will. Seit vorgestern wissen wir, dass dies nicht geschehen wird. Das ist ein weiser Entscheid des Parlaments, denn Trinkgelder zu versteuern, wäre ein wirtschaftlicher und administrativer Blödsinn gewesen. Endlich haben wir Rechtssicherheit.»
Geselligkeit über Parteigrenzen hinaus
An Kornhauskeller-Küchenchef Jorge Peixoto (Betrieb der Bindella-Gruppe) und das gesamte Team übergibt Imhof symbolisch ein Sparschwein mit dem Trinkgeld für den gesamten Abend. Der Präsident hat sich so sehr über das Ergebnis im Parlament gefreut, dass er das Trinkgeld aus der eigenen Tasche stark aufrundet.
Die Stärke des Parlamentarieranlasses von GastroSuisse, auch als Fondue politique bekannt, besteht darin, dass die Reden kurz sind und der freundschaftliche Austausch über die Parteigrenzen im Vordergrund steht.
Und so bleibt für die GastroSuisse-Familie und die Parlamentarier genügend Zeit, Trockenfleisch-Plättli mit gemischten Brötli sowie das Fondue Spielhofer «à la Tête de Moine» zu geniessen, begleitet vom Chasselas Clos des Chênes 2025 vom Bielersee oder von einem Pinot Noir 2024, ebenfalls aus La Neuveville BE.