Was für eine Gala am Freitagabend im Kursaal Bern! Im Beisein von über 400 Gästen gewinnt Mateo Hoefliger den Kochwettbewerb «Gusto26» von Transgourmet. Die Lernende aus dem Casino Bern überzeugt die Jury mit seinem Gericht auf ganzer Linie und darf die Auszeichnung sichtlich emotional entgegennehmen. «Ich bin überwältigt. Ich habe beim Kochen ein paar Fehler gemacht und hätte nie gedacht, dass es reicht», sagt er nach seinem Sieg.
Mit seinem Sieg setzt sich Hoefliger gegen 117 ursprünglich eingereichte Dossiers – der zweitbeste Wert seit der Lancierung des Wettbewerbs 2005 – durch. Neben dem Schweizer Meistertitel gewinnt Hoefliger zwei Wochen in Chicago mit Einblicken bei Grant Achatz im 3-Sterne-Restaurant Alinea. Platz 2 geht an Tiziano Palazzo, Platz 3 an Vivien Burkhard.
Der Publikumspreis geht ebenfalls an Vivien Burkhard. Die Bernerin konnte im Vorfeld am meisten Stimmen für sich sammeln und gewinnt den Preis souverän.
Grosser Finaltag am Donnerstag
Der Gala vom Freitag war am Donnerstag ein spannender Finaltag vorausgegangen. Ab 9.30 Uhr kochen die sechs Finalteilnehmenden Vivien Burkhard (Schüpbärg Beizli, Schüpfen BE, 18 Jahre alt), Tiziano Palazzo (The Omnia Zermatt, 18), Mateo Hoefliger (Casino Bern, 17), Jelena Hopf (Gasthof Kreuz, Wohlen BE, 18), Livia Küry (Restaurant Gotthard, Goldau SZ, 16) und Flurina Schibig (Seehotel Waldstätterhof, Brunnen SZ, 18) getaktet nacheinander ihre eingeübten Gerichte in der Küche der Berufsfachschule Baden.
Dabei ist am Finaltag explizit Spontanität gefragt. Die Finalteilnehmenden erhalten die Zutaten für ihre Vorspeise, die «Mistery Soup», erst 30 Minuten vor dem finalen Wettkochen. Einzig an einer Suppeneinlage, ebenfalls gemäss vorgegebenem Warenkorb, konnten sie schon im Voraus tüfteln.
Als Hauptspeise müssen die Finalteilnehmenden einen Teller mit dem Motto «Best of Lamb» präsentieren. Gefragt sind zweierlei Garmethoden mit Schweizer Lammfleisch. Zusätzlich wurden eine Beilage aus Getreide (inkl. Mehl) mit regionaler Herkunft deines Wohnorts, ein Schweizer Bio-Gemüse, eine Schweizer Bio-Frucht und weitere Beilagen und Garnituren nach freier Wahl verlangt.
Das Siegermenü
- Vorspeise: Topinambursuppe mit Zandertatar, Verjus-Gelee, Saibling-Mousseline, Zwiebelpüree und Zwiebelhippe.
- Hauptgang: Geschmorter Lammschulterdeckel mit Thymianjus, Lammhuft-Wirsing-Taco, Gstaader Maisgriessschnitte mit Haselnusskern und Schafskäse, Randen-Millefeuille mit eingemachten Zwetschgen.
Eine hochkarätige Jury
Bewertet wurden die Teller der Kandidierenden durch eine hochkarätige Jury. Unter der Leitung von Jury-Präsident Yanick Mumenthaler bewerteten neben den Gustogewinnerinnen Laura Loosli (Gusto19) und Céline Grossmann (Gusto25) Silvio Germann, Restaurant Mammertsberg in Freihof TG und GaultMillau-Koch des Jahres 2024, TV-Koch Noah Bachofen und Nadine Stadelmann, Küchenchefin in der Villa Honegg in Ennetbürgen NW die Kandidierenden.