Der Abend des 19. März im gut gefüllten Strickhof markiert den Startschuss für ein Jahr voller kulinarischer Entdeckungen in der Genussregion Zürich. Über 300 Gäste tummeln sich in der Halle, in der Lernende und Produzenten an 40 Ständen Köstlichkeiten aus allen Regionen des Kantons präsentieren. Von Risotto und Bärlauchspätzli, Zürcher Gerstensuppe bis hin zu Lachs, Brot, Schokolade und innovativen Gebäckkreationen aus Eierersatz reicht die Palette der Speisen. Zeitweise gibt es kaum ein Durchkommen bei den Ständen.
Die Ernährung von morgen
Gemeindepräsident Bernhard Hosang würdigte den Strickhof als Juwel, «hier ist viel Know-how vorhanden». Auch Strickhof-Direktor Ueli Vögeli hob hervor, der Strickhof sei eine Talentschmiede, in der unzählige Fachkräfte aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette ausgebildet würden.
SVP-Regierungsrat Ernst Stocker erinnerte in seiner Rede daran, wie essenziell gemeinsame Genussmomente seien. «Genuss beginnt im Herzen», sagt Stocker. Statt ein Band durchzuschneiden, teilte man ein Brot, das Zürcher Ackerbrot, als Zeichen dafür, dass man teilt, was einen nährt.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Genussbotschafterinnen und Botschafter, allen voran Ivonne Blossfeld, die gemeinsam mit Jugendlichen ein Schulprojekt zur nachhaltigen Ernährung präsentierte. «Junge Menschen zeigen, dass man gesundes Essen spannend gestalten kann», erklärt die Leiterin Ernährung und Konsum Stadt Zürich. «Erwachsene sollen wieder neugierig sein, Essen zu geniessen und Neues auszuprobieren.» Die Genussregion Zürich bietet dafür eine Plattform, auf der unterschiedliche Menschen zusammenkommen, um die Ernährung von morgen mitzugestalten.
Hier knüpft auch die Genusspatin und Spitzenköchin für pflanzenbasierte Gerichte Zizi Hattab an (mehr über sie auf Seite 16) und beantwortet die Frage, wie die Zukunft schmecke, elegant: «Die Zukunft kann noch kreiert werden.» Sie ist sicher, dass die Zukunft regionaler und saisonaler sein wird. Für die Köchin bedeutet Genuss, zu kochen und das Essen mit geliebten Menschen zu teilen.
Kulinarische Highlights
Der Trägerverein Goût Zürich realisiert die Genussregion Zürich 2026 in enger Zusammenarbeit mit Zürich Tourismus, der Stadt Zürich, dem Kanton Zürich, regionalen Standortförderungen, Gastronomieverbänden wie Gastro Kanton Zürich sowie weiteren Partnern.
Über 200 Anlässe werden in den kommenden Monaten im Rahmen der Genussregion auf die Beine gestellt. Höhepunkte sind der Zürcher Oberländer Käsemarkt in Saland, das Zürcher Brotfest in der Mühle Tiefenbrunnen oder ein Marktfestival im Koch-Quartier. Alle Anlässe sind im digitalen Kalender von genussregion.zuerich zu finden.
Sämtliche Anlässe bewegen sich in drei Themenfelder: Genuss und Kulinarik, Ernährung und Gesundheit sowie Wissenschaft und Innovation. Diese Felder geben Orientierung und dokumentieren, welchen Beitrag Gastronomie, Landwirtschaft, Forschung und Start-ups zur regionalen Genusskultur leisten.
Auch am Eröffnungsabend bekamen innovative Unternehmen eine Plattform. BonAna stellt aus einem vermeintlichen Abfallprodukt – braunen Bananen – leckere Bananenbrote her, die in Lindau zur Degustation angeboten wurden. Noriware entwickelt Verpackungsfolien für frisches Gemüse und Früchte aus Meeresalgen. Damit zeigte der Auftakt: Genuss bedeutet nicht nur Tradition, sondern ebenso Zukunftsdenken.
Der Abend widerspiegelte genau das, was die Macherinnen und Macher der Genussregion anstreben: Vielfalt, Nähe und das Miteinander von Stadt und Land.
Die kommenden Monate sollen zeigen, was die Genussregion Zürich zu bieten hat. Abgeschlossen wird die Eventreihe am 6. November im Kongresshaus Zürich, mit der Verleihung der Auszeichnung «Zürich Signature 2026». In jedem der drei Themenfelder wird ein Gewinner oder eine Gewinnerin gekürt, der die Zürcher Qualität am überzeugendsten verkörpert.