Die Ostschweizer Gasgewerbemesse Gastia war 2026 vom Fokusthema Künstliche Intelligenz geprägt. In der Sonderschau «Fokus KI» wurde sichtbar, wie breit die spezifischen Einsatzmöglichkeiten in Gastronomie und Hotellerie inzwischen sind – von automatisierter Gästekommunikation über smarte Dienstplanung bis hin zu digitalem Reputationsmanagement.
Im Forum und am ersten «KI Gastro Summit» wurde das Thema vertieft. Im Zentrum stand die Frage, wie sich KI
sinnvoll einsetzen lässt, um Betriebe zu entlasten und gleichzeitig die Qualität der Gastfreundschaft zu stärken.
Nachhaltige Begegnungen.
Neuer Besucherrekord
Die 160 Ausstellenden präsentierten den 8 700 Branchenprofis, neuer Besucherrekord für die junge Gastromesse, vor Ort Produkte, Dienstleistungen und konkrete Lösungen für den Berufsalltag. Gleichzeitig wurde die Vernetzung spürbar – auch im Austausch unter den Ausstellenden, der zusätzliche Dynamik in die Messe brachte. «Für uns ist die Gastia ein klarer Beleg: Das Interesse an KI im Gastgewerbe ist grösser denn je. 2026 sehen wir eine stark wachsende Nachfrage nach Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren», sagt Adelheid Glott, Geschäftsführerin Alveni AI, einer KIPlattform für Gästekommunikation in Hotels – und Ausstellerin in der Sonderschau «Fokus KI».
Jacqueline Moser, Sales Managerin bei Luya Foods, unterstreicht den Mehrwert der Begegnungen: «Wir schätzen die hohe Qualität der Fachbesuchenden. Es entstehen nachhaltige Kontakte, die zu unseren Kundinnen und Kunden werden.» Dieses Bild bestätigt die Messeleitung: «Die hohe Kontaktqualität ist zentral. Wir haben selbst viele wertvolle Gespräche geführt – mit bestehenden und neuen Partnerinnen und Partnern. Gleichzeitig setzen wir an der Gastia bewusst relevante Branchenthemen und verstehen uns als Impulsgeberinnen für die Branche», sagt Messeleiterin Viviane Stadler.
Wichtige Persönlichkeiten im Forum
Im Forum diskutierten Persönlichkeiten aus der Hospitality-Branche zentrale Herausforderungen, darunter die Zürcher Köchin Elif Oskan, Beat Imhof, Präsident GastroSuisse, sowie Martin von Moos, Präsident HotellerieSuisse. Die Talks zu Künstlicher Intelligenz, zur Rolle weiblicher Gastgeberinnen sowie zum Fachkräftemangel boten inspirierende Beiträge und fanden grossen Anklang. «Die Gastia hat sich sehr schnell als Netzwerktreffen etabliert – mit überregionaler Ausstrahlung und gleichzeitig einer persönlichen Atmosphäre. Man läuft durch und kennt viele Leute, das ist sehr wertvoll», sagt Beat Imhof. Elif Oskan ergänzt: «Ich besuche gerne Plattformen wie die Gastia. Sie sind der perfekte Ort, um Leute kennenzulernen, schnell ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Visionen zu teilen.»
Ein Format mit Zukunft
Erstmals wurde der Ostschweizer Netzwerkanlass «CULINARIUM regio tag» in die Gastia integriert. Die Besuchenden konnten online sowie vor Ort live mitentscheiden, wer in diesem Jahr die CULINARIUM-Krone erhält. Die Auszeichnung ging an die Localfish AG. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr fand zudem zum zweiten Mal der «Tag des Nachwuchses» statt. Getreu dem Motto «von Lernenden, für Lernende» wurde das
Programm von Studierenden der EHL Hotelfachschule Passugg gestaltet.
«Die Gastia ist ein überzeugendes Beispiel für unsere Wachstums- und Innovationsstrategie und hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wichtigen und wertvollen Branchentreffpunkt entwickelt», sagt Katrin Meyerhans, Leiterin Produkte der Olma Messen St.Gallen AG. «Für uns steht die kontinuierliche Arbeit am Produkt im Zentrum. Die heutige Positionierung der Gastia verdanken wir der grossen Unterstützung der Branche sowie einem engagierten Team, das dieses Format mit grosser Professionalität weiterentwickelt.»
Die nächste Gastia findet vom 21. bis 23. März 2027 statt. Die Vorbereitungen sind bereits gestartet – Ausstellende können sich ab sofort anmelden. «Die Energie, die wir in diesen Tagen gespürt haben, nehmen wir direkt mit in die Weiterentwicklung der Messe», sagt Messeleiterin Viviane Stadler. «Wir wollen auch nächstes Jahr wieder einen Ort schaffen, an dem die Branche zusammenkommt und voneinander lernt.»