Freelap gewinnt den Prix Montagne 2026

Oliver Borner – 03. September 2026
Der mit 40 000 Franken dotierte Prix Montagne geht dieses Jahr an den Zeitmessungshersteller Freelap aus dem Val-de-Travers NE. Den Publikumspreis holt sich das Gesundheitszentrum Unterengadin in Scuol GR.

Der Prix Montagne geht dieses Jahr in die Romandie: An der heutigen Preisverleihung in Bern durfte Jean-Pierre Baumann, Gründer und Inhaber von Freelap, den mit 40 000 Franken dotierten Prix Montagne entgegennehmen. Das Projekt setzte sich gegen die anderen fünf Finalprojekte durch. «Ich bin sprachlos. Es hat so viele tolle Projekte unter den Nominierten. Dass wir nun den Preis nach Hause ins Val-de-Travers nehmen dürfen, ist einfach grossartig», sagt Jean-Pierre Baumann. Bereits die Nominierung zum Prix Montagne sei eine grosse Überraschung gewesen, der Sieg umso mehr.

Mit seiner Firma Freelap produziert der 69-Jährige zusammen mit einem siebenköpfigen Team präzise und einfach einsetzbare Zeitmessgeräte für verschiedene Sportarten – und das zu erschwinglichen Preisen. Seine Geräte kommen für Trainingszwecke auf der ganzen Welt zum Einsatz. Mehrheitlich in der Leichtathletik, aber zum Beispiel auch beim Mountainbiken, Skifahren und seit neustem auch beim Schwimmen.

Produziert und zusammengebaut wird alles in der Werkstatt in Fleurier im Val-de-Travers. Für Jurypräsident Dario Cologna ein absolut verdienter Gewinner: «Einfach ein tolles Projekt, mit einem ehrgeizigen Team und einem innovativen Inhaber. Sie entwickeln und produzieren alles in Fleurier und versenden ihre Produkte in die ganze Welt. Das ist bemerkenswert. Ich freue mich schon, die Geräte selber im Training auszuprobieren».

04

Die Gewinner des Publikumspreis, mit Jurypräsident Dario Cologna (l.) und Belinda Walther Weger, Leiterin Public Affairs und Nachhaltigkeit bei der Mobiliar Genossenschaft (r.): Das Gesundheitszentrum Unterengadin. (Bild: zVg)

Gesundheitsversorgung für alle

Der Gewinner des Publikumspreis ist das Gesundheitszentrum Unterengadin in Scuol GR. Das Zentrum vereint alle gesundheitlichen Institutionen in der Region unter einem Dach, vom Wellness- und Erholungsbad bis zur Notfallmedizin und Pflegeinrichtung. Das gewährleistet nicht nur die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten, sondern lohnt sich auch finanziell.

Dass dieses Modell der integrierten Gesundheitsversorgung auf Begeisterung stösst, zeigte sich auch in der Online-Abstimmung um den diesjährigen Publikumspreis Prix Montagne. Das Gesundheitszentrum Unterengadin überzeugte eine Mehrheit der rund 7600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. «Vielen Dank an alle, die für uns abgestimmt haben. Es ist für uns eine grosse Ehre, diesen Preis ins Unterengadin mitzunehmen», sagt Joachim Koppenberg, Chefarzt und Leiter des Zentrums.

«Ein solches Modell einzuführen und durchzusetzen braucht Mut. Joachim Koppenberg und sein Team haben auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass die integrierte Gesundheitsversorgung im Berggebiet funktioniert. Damit verbessern sie nicht nur das Wohl der Patientinnen und Patienten, sondern stärken auch die regionale Wirtschaft im Unterengadin. Ein mehr als würdiger Preisträger », sagt Belinda Walther Weger, Leiterin Public Affairs und Nachhaltigkeit bei der Mobiliar Genossenschaft.