Viviane Stadler, wie gross ist bei dir die Vorfreude auf die Gastia 2026?
Viviane Stadler: Die Vorfreude ist bei mir und meinem Team sehr gross. Ginge es nach uns, könnte die Messe bereits morgen starten.
Welchen Fokus legt die Gastia 2026?
Erstmals seit der Lancierung der Gastia haben wir uns in diesem Jahr ein Fokusthema, das sich wie ein roter Faden durch die Messe zieht, gesetzt. In diesem Jahr dreht sich alles um künstliche Intelligenz (KI).
Wie kam der Entscheid für dieses Thema zustande?
Wir haben uns auf Grund des Feedbacks aus den Verbänden und der Branche für dieses Thema entschieden. Viele Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der Branche sagten uns, dass Ihnen der Überblick über Produkte, Preise und Angebote fehle und sie sich eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema wünschten.
Wie setzt ihr das Thema an der Messe konkret um?
Zunächst werden über die ganzen vier Tage mehrere Podiumsdiskussionen und Talks zum Thema stattfinden. Zudem haben wir eine Sonderschau mit Fokus KI lanciert, wo sieben Ausstellende ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren werden. Dazu gehören Roboter, Planungstools oder Lösungen zum Umgang mit Onlinebewertungen. Mit dieser breiten Palette wollen wir möglichst viele Besuchende ansprechen und Lösungen für jeden Bereich bieten. Daneben organisieren wir als Co-Partner am Montagnachmittag den KI-Gastro-Summit, wozu wir alle Gastronomen und Hotelièren einladen. Dort werden die grundlegenden Regeln und Tricks im Umgang mit KI erklärt. So können die Teilnehmenden beispielsweise lernen, wie sie Chat GPT richtig und effizient nutzen können.
Welche Neuerungen gibt es gegenüber 2025?
Neu ist dieses Jahr die Sonderschau zum Culinarium Regiotag. Culinarium ist ein Trägerverein in der Ostschweiz, bei dem viele regionale Produzentinnen und Produzenten Mitglied sind. Um diesen Tag zu feiern, bieten wir dem Verein eine Bühne für regionale Metzgereien, Käse-, Getränke- und andere kleine Produzenten, wo diese ihre Produkte präsentieren können. Dieser Tag fand bisher immer im Januar statt, neu ist er in die Gastia integriert. Damit wollen wir den regionalen Produzierenden eine grössere Plattform bieten. Am Dienstagnachmittag wird zudem der Culinarium-König auserkoren. Zudem werden wir neu das Dine&Drink Studio mit unserem Partner Gastrofacts organisieren. Dort werden die Culinary Creators, ein Verein für Jungköche, Restaurantfachleute und Berufsbildenden aus der Ostschweiz, während ihrer Kochshows aktuelle Foodtrends oder den konkreten Einsatz von KI in der Küche aufzeigen.
Welche Highlights erwarten die Ausstellenden und Besuchenden?
Highlights sind sicher die vielen Foren mit hochkarätigen Gästen wie GastroSuisse-Präsident Beat Imhof, HotellerieSuisse-Präsident Martin von Moos oder Spitzenköchin Elif Oskan. Besonders ans Herz lege ich den Besuchenden immer den After-Fair-Apéro am Montagabend, bei dem alle zusammenkommen, sich austauschen und tolle Produkte geniessen können.
Wie gross ist das Interesse an der Messe dieses Jahr?
Wir können dieses Jahr wieder 160 Ausstellende an der Messe begrüssen. Das sind ziemlich genau gleich viele wie im letzten Jahr. Das Interesse ist auf der Seite der Ausstellenden nach wie vor gross. Wir hoffen natürlich, dass wir dieses Jahr auch wieder so viele Besuchende – 2025 waren es rund 8 500 – begrüssen dürfen.
Im Gegensatz zu anderen Branchenmessen zieht die Gastia immer mehr Besuchende an und erfreut sich grosser Beliebtheit. Woran liegt das?
Ich denke, dass unser gesamtes Konzept in der Branche sehr gut ankommt. Bei uns gilt seit der Lancierung der Gastia: Qualität vor Quantität. Bei uns erhalten die kleinen Ausstellenden eine grosse Bühne, um sich zu präsentieren. Dadurch schaffen wir es, unseren Fokus explizit auf die Regionalität zu legen. Das lassen wir die Ausstellenden auch wissen. Wir kennen praktisch alle Ausstellenden persönlich und pflegen diese Kontakte. Das schafft ein familiäres und vertrauenswürdiges Umfeld. Gleichzeitig gab es vor der Gastia in der Grossregion Ostschweiz keinen Treffpunkt, wo sich die Branche aus den Kantonen Graubünden, Glarus, beider Appenzell, Thurgau, Schaffhausen, St.Gallen und Zürich treffen konnte. Der Erfolg resultiert daher auch daraus, dass wir einen solchen Treffpunkt geschaffen haben.
Beim Fazit zur Gastia 2025 sagtest du, dass die Messe «neue Massstäbe setzen» konnte. Wird sie dies auch 2026 tun?
Ich hoffe es (lacht). Nein, natürlich wollen wir uns jedes Jahr steigern. Die Gastia hat sich in den letzten drei Jahren bei den Ausstellenden und den Besuchenden etabliert und ist mittlerweile auch ausserhalb der Region ein Begriff. Wir wollen weiterhin die Inhalte und die Qualität der Messe laufend verbessern und allen ein gutes Erlebnis bieten.
Was erhoffst du dir von der Ausgabe 2026?
Ich wünsche mir, dass alle, die zu uns an die Gastia kommen, eine gute Zeit haben. Jede Besucherin und jeder Aussteller soll von der Gastia etwas nach Hause nehmen können. Sei es Inspiration, ein gutes Gespräch oder eine schöne Erinnerung. Wenn das der Fall ist, wird die Ausgabe 2026 ein voller Erfolg.