Samuel Zaugg, du bist seit mehreren Jahren Projektleiter Goldener Koch bei Kadi. Was fasziniert dich an diesem Kochwettbewerb?
Samuel Zaugg: Für mich ist es eine Ehre, den grössten und renommiertesten Live-Kochwettbewerb der Schweiz zu organisieren. Die Kochkunst für die Gastronomie, Sponsoren, Medien und Gäste erlebbar zu machen, erfüllt mich mit viel Stolz. Faszinierend ist für mich vor allem, dass sich der Wettbewerb auf die Kandidierenden fokussiert und ihre Fähigkeiten in den Vordergrund stellt. Gleichzeitig ist jede Ausgabe für mich immer wieder eine spannende Reise. Man lernt spannende Persönlichkeiten aus der Branche kennen und darf hautnah dabei sein, wenn auf höchstem Niveau gekocht wird.
Für die Ausgabe 2027 habt ihr euch etwas Neues überlegt. Statt einer normalen Ausscheidung findet im Oktober ein zweitägiges Halbfinalcamp statt. Warum dieser Schritt?
Wir wollen die Kandidierenden noch stärker ins Zentrum rücken. Mit dem Camp wollen wir ihnen nicht nur mehr Aufmerksamkeit geben, sondern sie bei ihrer Aufgabe noch mehr unterstützen und versuchen, sie weiterzuentwickeln.
Wie wollt ihr das erreichen?
Die Camp-Atmosphäre soll den Kandidierenden die Möglichkeit geben, sich untereinander auszutauschen. Es wird zudem eine Mental Coaching Session mit Mentaltrainer Andreas Fleischlin und eine offene Feedbackrunde mit der Jury geben.
Welche Vorteile ergeben sich durch das neue Halbfinalcamp?
Da das Camp nicht öffentlich ist, ist der Rahmen für die Sponsoren, Medien, Gäste und die Kandidierenden kleiner und intimer. Der grosse Rummel folgt erst im Finale, wodurch die Atmosphäre lockerer ist und sich die Kandidierenden voll auf ihre Aufgabe konzentrieren können. Dank des Camps eröffnen sich für Kadi als Organisator auch neue Wege, den Event zu vermarkten und zu kommunizieren.
Wie es sich für einen Kochwettbewerb gehört, wird auch gekocht. Dabei müssen die Kandidierenden zwei Aufgaben erfüllen.
Genau. Am Montag müssen sie auf dem Gurten in Bern, jeweils paarweise, eine Garnitur ihres Fleischmenüs zubereiten und der Jury vorstellen. Am Dienstag steht in der Welle 7 in Bern das Secret Dish im Fokus. Die Kandidierenden müssen aus 16 Zutaten, zwei davon sind Pflichtzutaten, nach 20 Minuten Vorbereitungszeit, innerhalb von 1,5 Stunden ein warmes oder kaltes Gericht kochen.
Bislang mussten im Halbfinale noch zwei Teller serviert werden, nun liegt der Fokus auf einer Garnitur und einem Secret Dish. Warum?
Mit der Garnitur testen wir Fähigkeiten, die im Finale essenziell sein werden: Genauigkeit, Filigranität, Präzision. Beim Secret Dish geht es darum, die Gegebenheiten des Finales zu testen. Die Kandidierenden stehen unter Zeitdruck, sie müssen unter Umständen improvisieren und dennoch ihre Leistung abliefern. Wie unser Jurypräsident Franck Giovannini sagte: «Gerade bei solchen Aufgaben zeigt sich, wer auf den Punkt kochen kann. Dann zeigt sich wahre Kochkunst.» Mit beiden Aufgaben profitieren zudem die Kandidierenden: die Vorbereitungszeit für das Halbfinale fällt kürzer aus.
Neues Format, gleicher Kern. Damit wird Der Goldene Koch 2027...
... neu, aufregend, fantastisch und erhält eine verdiente Siegerin oder einen verdienten Sieger.